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    Bericht zur Schulorganisation

    Schulorganisation in Zukunft?

     

    Im letzten Tintefläck vom August 2017 erwähnte ich meine Abschlussarbeit, in welcher ich Grundlagen für eine zukünftige Klassenorganisation an der Schule Kappelen erarbeitete. Denn insbesondere die stark schwankenden Schülerzahlen erschwerten in der Vergangenheit eine konstante und pädagogisch sinnvolle Zusammenstellung der Klassen.

     

    Im Zentrum meiner Arbeit stand dabei das Modell der Basisstufe, welche altersdurchmischte Klassen vom Kindergarten bis zur 2. Klasse vorsieht. Die an verschiedenen Gemeinden im Kanton Bern praktizierte Organisationsform ist vom Kanton anerkannt und aufgrund der grossen Heterogenität innerhalb einer Klasse werden gegenüber einer „normalen“ Organisationsform mit Jahrgangsklassen bis zu 15 zusätzliche Teamteaching-Lektionen eingesetzt.

     

    Für Kappelen würde dies aufgrund der aktuellen Schülerzahlen 3 Basisstufenklassen mit jeweils rund 18 Schülerinnen und Schülern ergeben. Eine Weiterführung dieses vierstufigen Modells für die 3. – 6. Klasse wäre aus organisatorischer Sicht anzustreben.

     

    Im Kollegium haben wir intensiv über Vor- und Nachteile dieser Organisationsform gesprochen. Dabei sind insbesondere die Konstanz in der Klassenorganisation, aber auch in Bezug auf personalplanerische Massnahmen hervorzuheben. Auch für die Kinder und Eltern kann es hilfreich sein, in den ersten Jahren der Schulkarriere während vier Jahren die gleiche Bezugsperson zu haben. Die Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler wird durch Basisstufenklassen gestärkt, in Bezug auf die Fachkompetenz können wissenschaftlich keine Verschlechterungen festgestellt werden.

     

    Basisstufenklassen erfordern in hohem Masse Zusammenarbeit unter den Lehrpersonen, da eben auch ein guter Teil des Unterrichts im Teamteaching stattfindet und entsprechend vorbereitet werden muss. Weiter sind bestimmte Vorgaben der Schulräumlichkeiten zu erfüllen, um den Ansprüchen von 4 bis 8 jährigen Kindern in gleichem Masse gerecht zu werden. Hier wären wohl bauliche Massnahmen unumgänglich. Zudem sind die Lehrmittel oft auf Jahrgangsklassen ausgerichtet, was für die Umsetzung in Mehrjahrgangsklassen einen erheblichen Mehraufwand bedeuten würde. Und schliesslich entstehen infolge der zusätzlichen Teamteaching-Lektionen erhebliche Kosten. Für das Modell mit 3 Basisstufenklassen würde dies den Gemeindeanteil an den Lohnkosten von derzeit ca. CHF 600’000.- um rund CHF 130’000.- erhöhen.

     

    Am Teamtag vom 10. November konnte das Kollegium verschiedene Basisstufenklassen besuchen. Das Miteinander der unterschiedlichen Altergruppen, die Verteilung von Aufgaben und Verantwortung innerhalb einer Klasse, die Rhythmisierung des Unterrichts, aber auch das enorme Engagement der Lehrpersonen vor Ort hinterliessen einen bleibenden Eindruck.

     

    Aktuell ist in Kappelen das Modell von Basisstufenklassen aufgrund der Vorbehalte in Bezug auf die Folgekosten, die Zusammenarbeit und die räumlichen Voraussetzungen kaum zu realisieren. Jedoch soll und muss mit der Umsetzung des Lehrplan 21 auch an unserer Schule eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb der Stufenteams (Zyklen) erfolgen. Und nach wie vor bin ich als Schulleiter überzeugt, dass ein Basisstufenmodell am Standort Kappelen erhebliche Vorteile für die Klassenorganisation, die Personalplanung und nicht zuletzt auch für die Zusammenarbeit Schule-Eltern mit sich bringen würde. Dies, ohne bei der Unterrichtsqualität Abstriche machen zu müssen.

     

    In diesem Sinne werde ich mich als Schulleiter auch in Zukunft für eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb des Teams und womöglich einen Modellwechsel hin zur Basisstufe einsetzen.

     

    B. Marti, Hauptschulleiter

     

     

    Weitere Informationen des Kantons Bern zur Basisstufe finden Sie hier unter erz.be.ch

     

     

     

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